Integrationskongress

Geflüchtete als Fachkräfte - Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft

Würzburg - Am Samstag, 29. September 2018, findet von 10 bis 17 Uhr in der Franz-Oberthür-Schule, dem städtischen Berufsbildungszentrum im Zwerchgraben 2, der 1. Würzburger Integrationskongress statt. Neben der Schule ist der Würzburger Verein "Freundeskreis für Flüchtlinge in Unterfranken e.V." Veranstalter des Kongresses. Ziel ist es, Menschen, die sich im Bereich Integration in Würzburg engagieren, zu vernetzen, Geflüchtete in Arbeit bzw. Ausbildung zu bringen und Fachkräfte für die Wirtschaft zu generieren. Im Austausch der verschiedenen Beteiligten sollen spezielle Anforderungen, Hürden und Hindernisse in diesem Kontext gemeinsam herausgearbeitet werden. Auf Basis der Ergebnisse des Kongresses ist zudem ein Forderungspapiers geplant, das an politische Entscheidungsträger weitergeleitet wird. 

Der Fachkräftemangel ist mittlerweile in vielen Wirtschaftszweigen allgegenwärtig. Es gibt zu wenig junge Menschen, die diese Lücken füllen können. Aber was ist mit den Menschen, die zu uns geflüchtet sind? Was braucht es, um diesen Menschen eine Chance auf eine erfolgreiche Ausbildung und einen qualifizierten Arbeitsplatz zu ermöglichen? Der 1. Würzburger Integrationskongress, veranstaltet von der Franz-Oberthür-Schule im Frauenland Würzburg und der Verein "Freundeskreis für Flüchtlinge in Unterfranken e.V.", bringt Vertreter aus Wirtschaft und Politik an einen Tisch, um gemeinsam mit Geflüchteten Lösungen für diese Fragen zu erarbeiten.

Expert*innen aus Würzburg im Austausch

Nach einer Begrüßung durch Judith Aßländer, Vorsitzende des Vereins Flüchtlinge in Unterfranken, und Christine Haupt-Kreuzer, stellvertretende Landrätin, wird Dr. Hülya Düber, Sozialreferentin der Stadt Würzburg, den Kongress mit einem Vortrag zum Thema "Arbeitsmarktintegration aus Sicht der Stadt" eröffnen. Anschließend stellt Sabine Unckell, Mitglied im Hotel- und Gaststättenverband, die Situation der Gastronomie in Würzburg als exemplarisches Beispiel vor. Darauf folgt ein Vortrag zum Thema "Jugendhilfe Ausbildung" von Professor Gunter Adams von der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Würzburg-Schweinfurt. Ab 13 Uhr können sich Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung im Rahmen einer "Last-Minute-Ausbildungsbörse" mit Ausbildern in und um Würzburg treffen, um noch für den Herbst dieses Jahres einen Ausbildungsplatz zu finden. Nach dem Mittagessen wird Madeleine Braun, Personalreferentin der Stiftung Bürgerspital, zum Thema Ausbildung und Entwicklungsmöglichkeiten in der Altenpflege einen Vortrag halten.

Potenziale und Probleme identifizieren

Vormittags und Nachmittags sind verschiedene Workshops geplant. Unter dem Titel "Mehr Fachkräfte durch Ausbildungserlaubnis" werden mit Unterstützung von Referent Michael Koch, Rechtsanwalt für Asyl- und Ausländerrecht, der sog. Ermessensspielraum, eventuelle Kriterien und konkrete Handlungsmöglichkeiten beleuchtet. Der zweiten Workshop mit dem Titel "Arbeitsmarktintegration konkret - Praxiserfahrungen aus den Unternehmen" findet mit Erna Kleinhenz, Willkommenslotsin für die HWK, und der Gastronomin Gudrun Berndt statt. Um die Frage, wie Ausbildung für Geflüchtete gestaltet werden muss, damit sie ihr Potenzial voll entfalten können, dreht sich der dritte Workshop unter der Leitung von Ralf Geisler, stellvertretender Schulleiter der Franz-Oberthür-Schule. "Deutsch als Hindernis – Verbesserungsmöglichkeiten in der Sprachvermittlung" ist das Thema des Workshops von Dr. Christina Burck und Herrad Vogelhuber von der inlingua Sprachschule. Wie die Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt trotz kultureller Hürden gelingen kann, ist Gegenstand des Workshops von Sladija Klepo vom Migrantinnen-Netzwerk Bayern.

Alle Ergebnisse der fünf Workshops werden in einer Abschlussrunde zusammengetragen. Auf dieser Basis sollen Forderungen an die Politik formuliert werden, die im Anschluss an den Kongress im Namen der Beteiligten an entsprechende Verantwortliche weitergeleitet werden. Anmeldungen für den Kongress sind ab sofort online unter www.fff-ufr.de möglich. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird jedoch einen Essens- und Getränkepauschale von 10 € erhoben. Weitere Informationen finden sich unter www.fff-ufr.de.

Kontakt für die Presse:

Freundeskreis für Flüchtlinge e.V.

c/o Judith Aßländer 

König-Heinrich-Str. 62 

97082 Würzburg

Tel: 0176/23316663

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Web: www.fff-ufr.de

Weitere Informationen finden Sie auch im Flyer anbei. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung durch Veröffentlichung / Weiterleitung der Information.